Ein verhexter Schachtag ... !

Am Freitag sollte es in der Kreisliga 1 für unsere Erste eigentlich um etwas Gutmachung für die Deklassierung bei Siemens in der Runde zuvor gehen . Als Gast im Schützenheim empfingen wir die junge Puschendorfer Truppe, welche uns noch beim letzten Aufeinandertreffen vor zwei Jahren in ähnlicher Besetzung (5 Stammspieler) 2,5:5,5 schlug ... wir waren also gewarnt, auch wenn wir diesmal als Favorit ins Rennen um die Punkte gehen durften . Das im Schach so einiges möglich ist wissen wir ja schon lange ...

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M.Agopov vs. St.Fruebing

am Nachmittag kiebitzte ich noch etwas bei den Nachholpartien (7.Runde) der Bundesliga und entdeckte folgendes Kunststück ... geniale Bauernführung des Weissen oder doch nur ein Bund mit der Technik ?! ;-) Aber gut - nun zu unserem Wettkampf ; in der selben Aufstellung (1751) wie schon beim letzten Heimwettkampf ging es mit Edeljoker Patrick gegen in Bestbesetzung aufgestellte Puschendorfer (1727) an die Bretter . Ein Unentschieden und wir sollten relativ beruhigt in die letzten Wettkämpfe gehen können, das war so die insgeheime Zielvorgabe für diesen Abend . Bis auf in der Partie am vierten Brett ging es an den restlichen erstmal recht gediegen in die erste Stunde, dies sollte sich aber alsbald ändern . An besagten viertem Platze ließ Michael J. nach einem gegnerischem Bauerneinsteller in gewohnter Manier alles in Flammen aufgehen, was in der Folge auch noch einen Turm+Bauern für einen Springer einbrachte - es schaute mehr als gut aus . Michael (II.) A. lief derweilen in einen böse ausschauenden Königsangriff, doch durch ein paar ungenaue gegnerische Züge konnte er sich befreien und sogar in ein Doppelturmmehrbauernendspiel abwickeln . An Brett1 funktionierte meine "CK-Vorbereitung" ansich ganz gut, allerdings nur bis diese vorbei war und ich in der Folge keinen rechten Plan finden wollte, was erstmal einiges an Zeit kostete .
Ein "Turmopfer" (für einen Springer) gefolgt von dem sofortigem Läuferrückopfer auf f4 aus wohl falscher Angst in Passivität zu ersticken brachten mich langsam in Richtung Verliererstraße . Dieter (Br.2) und Herbert (Br.3) standen die ganze Zeit recht ausgeglichen, bei Rudi (Br.6) sah es in einem T+L Endspiel auch nach einer Punkteteilung aus . Einzig Werner an Brett 5 hatte schon eine recht beengte Königsstellung auf dem Brett und es schien nur eine Frage der Zeit wann der finale Einschlag seiner die Top10 anführenden Gegnerin kommen sollte . Patrick (Br.8) hingegen hatte seinen Gegner jederzeit im Griff und baute so langsam einen Mattangriff auf . Kurz überschlagen sah alles nach einem 4:4 aus .
Die ersten Punkte sollten dann auch wie erwartet bei unseren Michaels folgen . Mike an Brett 4 konnte seinen Materialvorteil noch erweitern und schliesslich in den vollen Punkt ummünzen und an Brett 7 kam es im remisen Mehrbauernturmendspiel zum Friedensschluss 1,5:0,5 .
Dieter hatte sich mittlerweilen sogar einen Figurenvorteil erarbeitet, dem gegenüber standen allerdings zwei immer potentiell gefährliche Freibauern . In dieser Stellung (links) fand sich irgendwie der Knopf um evtl. auf Remis umzuschalten nicht mehr rechtzeitig und so ging dieses Endspiel mehr als unglücklich noch verloren - dies wurde allerdings kurz darauf ein Brett weiter bei Herbert wieder ausgeglichen, wo so ziemlich aus dem Nichts eine Gewinnstellung entstand 2,5:1,5 . Noch 1,5 Punkte aus vier offenen Partien ... das sollte doch machbar sein . Doch die Stellungen verrieten nichts unbedingt wohlwollendes und versprachen noch ein enges Ende des Matches . Werner und ich standen schon vor dem Abgrund, Rudi konnte im Turmendspiel die Initiative an sich reißen und bei Patrick sah es auch recht gut aus, 2 Mehrbauern und der Königsangriff waren sein eigen - immernoch im Mattmodus aktiv setzte Patrick hier (rechts) mit Db4+ Kc7 und nicht mit Sc3! +/- fort, was in der Folge in ein immernoch gewonnenes D+S+2Mehrbauern-Endspiel abwickelte, welches jedoch die ein oder andere Dauerschachidee inne hatte . Meine Stellung flog mir dann so langsam aber sicher um die Ohren, recht glücklich konnte ich noch in ein Endspiel L vs. 2 Bauern überleiten, wo es noch die ein oder andere billige "Schwindelchance" gab . Diese wurden allerdings gekonnt umschifft und mit einer Minute auf der Uhr und im 41. Zug war die Niederlage dann besiegelt 2,5:2,5 . An Brett 8 gab es dann noch die Katastrophe schlechthin, um dem Scheindrohendem ewigem Schach zu entfliehen lief der weisse Monarch zum Abschluss in eine Springergabel welche die Dame und damit die Partie kostete ... mehr als bitter nach dem überlegen geführtem Spielverlauf ! 2,5:3,5 Das wars dann, denn an den verbliebenen Brettern gab es keine großen Überraschungen mehr . Werners "Kartenhaus von Königsstellung" fiel zusammen, ehe Rudi nach schöner Endspielführung durch einen vollen Punkt auf den 3,5:4,5 Endstand verkürzen konnte ! Ein sicherlich mehr als unglücklicher Punktverlust der zu keinem Zeitpunkt nötig war - was natürlich die klasse kämpferische Leistung der Gäste nicht schmälern soll, die sich mit diesem Sieg wieder etwas Hoffnung im Abstiegskampf machen können . Tja Abstiegskampf du hast uns auch diese Saison wieder ... wir brauchen es anscheinend spannend :-D !


SG Wilhermsdorf/Langenzenn 1  1751   3,5 : 4,5     SV Puschendorf 2              1727
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Eber Fabian                   1956   0   : 1       Ter-Akopyan Bagrat            1989
Eberle Dieter                 1959   0   : 1       Kittler Alexander             1822
Jäger Herbert                 1895   1   : 0       Steinmüller Stefanie          1852
Jagla Michael                 1842   1   : 0       Wahl Markus                   1865
Käferlein Werner              1804   0   : 1       Lingl Xenia                   1621
Derbsch Rudi                  1614   1   : 0       Bogendörfer Ralf              1709
Anskat Michael                1576   0,5 : 0,5     Moyles-Johnson Yannik         1608
Launer Patrick                1363   0   : 1       Hennch Thomas                 1348

Am nächsten Spieltag (Sonntag 28.2. ab 14:00 Uhr) müssen bei der SG Bubenreuth/Möhrendorf 1 mal wieder ganze Punkte folgen .

Momentan hängt wieder die halbe K1 im "kranken" Abstiegskampf fest ... 2 Teams sind so gut wie abgeschlagen, bleiben evtl. noch 2 weitere Plätze nach unten über, um welche sich wohl 6 Mannschaften kloppen können . Wollen wir hoffen, dass die mittelfränkischen Regionalligateams auch am Ende der Saison in der Tabelle so dastehen wie momentan und es dadurch "nur" noch drei K1-Absteiger geben dürfte ... näheres dazu in den nächsten Wochen !