Es wird immer lächerlicher...

was der Bezirk da veranstaltet. In diesem Spieljahr scheinen sie allesamt mal wieder den Vogel abschießen zu wollen!
Nichts funktioniert und davon gleich ganz viel - da wäre zum einen die Dauerthematik mit den Spielleitern (keiner hält sich wirklich lange oder "flüchtet" schnell wieder - es könnte aber einen konstanten Faktor dabei geben). Jedes Jahr (oder von mir aus jedes Zweite) wird mit der Drohung "wenn sich niemand für diesen Posten findet, so müssen wir den Spielbetrieb einstellen!" nach einem neuen Spielleiter gesucht - da findet sich dann auch Notfallbedingt meist jemand, doch mit wirklichem Elan geht hier (momentan zumindest) fast keiner zu Werke. Ob man nicht kann, oder nicht will, dies mag ich nicht zu beurteilen, aber dennoch ist einiges faul im Schachstaate Mittelfranken. Ein(e) Spielleiter/Vorstandschaft wird sicherlich benötigt, doch da oben sollte mancher nicht vergessen, dass der Bezirk ohne die Vereine (engagierten Mitglieder) auch nur ein Niemand wäre!

Dann kommt von ganz Oben der Antrag zur Bezirksversammlung Spielgemeinschaften im Bezirk zu verbieten - die Erklärung hierzu hätte man dann lieber doch mal lassen sollen... es gibt zwar ein paar Punkte, welche man durchaus nachvollziehen kann (die Durchmischung der Mannschaften). Zum "Paradebeispiel" wurde die SG vom SK Schwabach und dem SC Mühlhof-Reichelsdorf hergenommen - doch einiges trifft hier nur halbseiten zu:

Unsere Turnierordnung schreibt die Zusammenlegung des gesamten mannschaftlichen Spielbetriebs im Bereich des Schachbezirks Mittelfranken vor.

dies stimmt so sicherlich, doch wo steht in der Turnierordnung wie genau die Mannschaften aufzustellen sind (um den genannten Punkt oben vorzunehmen)?! Wenn sowas auch noch geregelt werden würde, dann gute Nacht!

Die Regelung zu den Spielgemeinschaften hat sich somit nicht bewährt. Abhilfe ist dringend nötig. Denn es kann nicht Sinn und Zweck einer Turnierordnung sein, in regelmäßigen Abständen Streitfälle zu produzieren und den Bezirksvorstand in Verlegenheit zu bringen.

Die Regelung zu SGs hat sich nicht bewährt aha - kleine Vereine werden so am Leben gehalten und haben eventuell sogar eine Chance in Zukunft weiterzubestehen. Den sich aufopfernd kämpfenden Vorständen schlägt man mit so einem sinnlosen Verbot völlig zwischen die Beine... soll dies der Sinn hinter einer TO sein - ich glaube nicht. Streitfälle werden nicht unbedingt durch eine Turnierordnung produziert, sondern des öfteren vielleicht durch die Personen, welche sie anwenden (oder gar erst undurchdacht veranlasst haben) - ja, "in Verlegenheit" sollten hier wirklich einige geraten, aber sicherlich nicht die Vereine - "wir wollen doch alle nur spielen!".
Die zwei offenen Mails der hier betroffenen Vereine machen einiges über die Umstände deutlich - und sowas soll zerstört werden?!

Wer mich kennt, der weiß, dass ich alles unternehme um meinen Verein am Leben zu erhalten; aber immer auch sportlich fair!

Wenn es aber in der heutigen Zeit nicht mehr erwünscht ist, dass kleine Vereine in den Randbezirken noch überleben, dann kann man mir das offen sagen oder auch schreiben; es würde natürlich die Worte unseres Präsidenten um den Erhalt für jeden Spieler zu kämpfen, absolut widersprechen.

Sie reden von immer wiederkehrenden "Problemen" bei den Spielgemeinschaften. Ja, wer macht immer wiederkehrend die Probleme? Wir haben in der ganzen Saison kein Problem gemacht, wir wollen nicht in die Regionalliga aufsteigen. Wir wollen ganz einfach nur zusammen Schachspielen. Warum stört Sie das? Interessieren die Probleme der kleineren Vereine Sie nicht?

Ich möchte noch einmal auf Ihre persönliche Verunglimpfung mir gegenüber eingehen:
"Die Mfr-Page ist ein Grund dafür, warum es uns in Mittelfranken so schwer fällt, eine Spielleitung zu finden bzw. diese dauerhaft im Amt zu halten....""
Wenn Sie dieses Thema hier ansprechen, dann verdichtet sich ja der Eindruck, dass der Antrag zu einem nicht unerheblichen Teil persönlich motiviert ist. Dass wir uns beide nicht nahe stehen, hängt damit zusammen, dass Sie und auch einige Ihrer Vorstandskollegen ein MIR-SAN-MIR-Gehabe nicht verheimlichen können.

Oskar Hirn trifft es auch sehr gut:

Diese beiden Briefe sind aus meiner Sicht eindeutig, hier versuchen zwei Vereine, durch ihre Vorsitzenden vertreten, einem Aussterben entgegen zu wirken. Im Sinne des Schachs erscheint mir dieses doch ein lobens- und unterstützend wertes Anliegen. Viele kennen mich sicher als Spieler der häufig auf Mittelfränkischen Turnieren zu treffen ist. Ja ich spiele gerne Schach!! Dieses haben gute wie auch schlechtere gemeinsam.

Wahre Worte!

Dies wäre das eine Thema, ein weiteres ist der nächste Antrag, welcher nicht wirklich mit korrekt rübergebrachten Fakten spielt und ansich auch nichts zum Wohle der Vereine und der Schachspieler beiträgt, sondern einfach einen weitereren unnötigen Punkt in der TO darstellt.

c) Handyregel: § 10 Abs. 3 wird gestrichen.
Voraussetzung für die DWZ-Auswertung unserer Mannschaftskämpfe ist, dass wir uns an die
FIDE-Schachregeln halten. Seit 01.07.2009 ist der Partieverlust nach Art. 12.3 die zwingende
Folge eines klingelnden Handys. Unsere Regelung, die wir 2009 noch vor der Änderung der
FIDE-Schachregeln eingeführt haben, widerspricht somit den FIDE-Schachregeln, was nicht
sein darf. Auch liegt ein unauflösbarer Widerspruch zu § 15 Abs. 1 der Turnierordnung vor.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich persönlich den sofortigen Partieverlust für eine viel zu harte Straffe halte ist klar, dass wir uns an die FIDE-Regeln halten müssen. Für die DWZ-Auswertung ist allerdings der zwingende Partieverlust keineswegs vorgeschrieben, alleine eine Umformulierung in der TO würde ausreichen, wie ein FIDE-Arbiter zu berichten weiss:

Turnier wird ELO-Ausgewertet: Handyklingeln verliert! Handhabung wie in einem Turnier oder Mannschaftskampf.
Ein Turnier kann nur ELO ausgewertet werden, wenn die FIDE-Schachregeln eingehalten werden.
Turnier wird DWZ-Ausgewertet: Handyklingeln veliert, wenn der Gegner dies fordert (sowohl das Klingeln, als auch das Fordern sind noch nie passiert).
Anders als bei der ELO ist das Befolgen der FIDE-Schachregeln nicht notwendige Grundlage um eine Partie DWZ auswerten zu lassen. Auf diesen Punkt habe ich bereits mehrfach hingewiesen.

dies sollte im Prinzip auch bei uns so anzuwenden sein. Das befolgen der knallharten FIDE-Statuten ist also nicht unbedingt notwendig.

Wie sich bei Ausschreibungen und dergleichen zu eigenen Veranstaltungen "angestellt" wird, will ich hier mal gar nicht weiter ausführen - dies könnte man sicherlich tolerieren (auch wenn die Vorgehensweise schlicht unnötig erscheint), wenn der Rest halbwegs funktionieren würde. Vielleicht würden sich auch leichter neue Veranstalter finden lassen, wenn von Seiten des Bezirkes etwas mehr Unterstützung in Sachen Turnierleitung kommen würde (z.B. könnte man ein paar Schiris zur Hand haben, die dann zur Verfügung stehen oder man einfach mal bei seinen eigenen Veranstaltungen erscheinen...) - naja lassen wir das...

Der eigentliche "Auslöser" für diesen Beitrag ist die gestrige Handlung bezüglich einer Wertung in der Bezirksliga 2a - so gehts nicht!

beim Wettkampf der 9. Runde zwischen “SC 48/88 Erlangen 2″ und “FSV Großenseebach 1″
fand von Seiten der Heimmannschaft ein Verstoß gem. § 53 Abs 8 TO (falsche Aufstellung)
und von Seiten der Gastmannschaft ein Verstoß gem. § 53 Abs. 2 TO i. V. m. § 48 Abs.1 TO
(nicht spielberechtigter Spieler) statt. Der Wettkampf wurde somit mit “6.0:0,0″ zu Gunsten
von “SC 48/88 Erlangen 2″ gewertet. Die DWZ-mäßige Auswertung (”3,5:4,5″) bleibt hiervon
unberührt. Das Ergebnis wurde von Seiten der Spielleitung korrigiert. Die betroffenen Vereine
wurden darüber in Kenntnis gesetzt.

Da wird ein Wettkampf, in dem es im Prinzip nur noch um die "goldene Ananas" geht unter fairen Bedingungen ausgespielt - Ergebnis 3,5:4,5 - nun gut Erlangen stellt falsch auf (kann passieren) und somit stehts eben 2,5:5,5 alles in Ordnung. Einen Verstoß von Seebachs Seiten kann man hier nur bedingt feststellen. Ja sicherlich es kommt nach § 48 Abs.1

(1) Eine Mannschaft besteht aus acht Stamm- und höchstens zehn Ersatzspielern.

und § 53 Abs.2

(2) Der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers hat den Verlust des Wettkampfes mit Aberkennung aller Brettpunkte zur Folge.

zu einem Verstoß, denn es wurde Brett Nummer 19 eingesetzt - doch dieses Brett 19 ist schon seit Saisonbeginn gemeldet, man hätte also gleich da aktiv werden können, die TO anwenden und das Brett streichen (dies alles passierte anscheinend nicht) und so versucht man nun 8 Spieltage später die Seebacher für diesen bösartigen Verstoß maßzuregeln! Fingerspitzengefühl nennt man sowas glaube ich nicht gerade und die Frage nach dem eigentlichen Sinn dieser ganzen Aktion ist sicherlich zu stellen - "was soll das?", "wem wurde bitteschön geschadet?", muss man ein junges Team so für eine gute Saison "bestrafen" und sie vom 2. auf den 5. Rang hinunterrasseln lassen?.
Viele Fragen & wenig Gründe die soetwas rechtfertigen!
Ein anderes Beispiel zeigt wie mal wieder Regeln angewandt werden.
unter § 51 Abs.6 steht folgendes:

(6) Der Spielleiter kann Mannschaftsmeldungen zurückweisen, wenn nachrangige Bretter um mehr als 200 DWZ-Punkte besser sind, ohne dass dies begründet ist.

zugegeben ist das alles sehr flauschig formuliert und das kleine Wörtchen "kann" erlaubt dem Spielleiter einen gewissen Spielraum. Diese Regelung ist sicherlich strittig zu betrachten, doch sie besteht eben.
An Brett 9 eines gewissen Vereines spielte nun jemand der bei Meldung grob 500!! Punkte vom nächsten Brett entfernt ist, somit eine unzulässige Aufstellung und ich wüsste nicht welche Begründung es hierfür geben sollte.
Daher müsste § 53 Abs.2

(2) Der Einsatz eines nicht spielberechtigten Spielers hat den Verlust des Wettkampfes mit Aberkennung aller Brettpunkte zur Folge.

greifen und alle 7 Wettkämpfe für verloren erklärt werden (und streicht man auch nur die Punkte, die dieser Spieler erzielte, so fehlen ganze drei Mannschaftspunkte!) - was dies alles zur Folge hätte brauche ich sicherlich nicht weiter zu erläutern...
Durch das 6:0 ist im Ligamanager übrigens auch überhaupt nicht mehr nachzuvollziehen wie denn die Begegnung nun eigentlich ausging und es wurde schlicht alles verfälscht (und das ohne jeglichen Hinweis).

Morgen findet nun die Hauptversammlung (welcher ich aus Zeitgründen leider fernbleiben muss...) mit Wahlen statt und man kann nur hoffen, dass sich da einiges tut - eventuell wärs auch nicht schlecht wenns mal gewaltig knallen würde!

In diesem Sinne viva la Revolution!
Fabian Eber
*dies stellt meine persönliche Meinung dar und das Gewähr hierfür halte ich gerne in der Hand...*